Das Risiko des PR-Verlustes durch Linkverkauf beträgt 3,1%
Das ergibt eine Auswertung unserer LPI-Daten, die momentan weit über 7000 Angebote für Paid Links umfassen.
Die Grundidee der Analyse besteht darin, durch Gegenüberstellung der PageRank-Werte verschiedener Update-Zeitpunkte ein und desselben URL herauszufinden, in wie weit sich tatsächlich eine vermutete Abstrafung der Linkverkäufer durch PageRank-Entzug vollzogen hat.
Den Anstoß zu dieser Auswertung gaben einige Berichte prominenter Blogger (Bsp: Search Engine Land), dass es vermehrt Meldungen zu PR-Minderungen gab. So berichtet Danny Sullivan von einem PR9 zu PR7 Drop der linkverkaufenden Stanford Daily-Website (momentan erhalten wir für diese Domain einen PageRank 8).
Auch deutsche Blogger mussten in den letzten Tagen erste negative Auswirkungen des PageRank-Update beobachten, so zum Beispiel auch Peer Wandiger, für seinen Blog reduzierte sich der grüne Balken auf drei von zehn.
Da sich diese Abstufung auch gleich auf die von Teliad und Co. festgelegten Preise für einen Link auswirkte, kontaktierte der Selbstständige im Netz sogleich die betroffenen Portale.
Heraus kam ein informatives Interview mit dem Geschäftsführer von Teliad Andreas Armbruster, der sich auch zu den Google-PR-Penalties äußerte:
Der Verkauf von Textlinks führt keineswegs zwangsläufig zu einer Abstrafung von Google. Wir haben von dieser angeblichen PageRank-Abstrafung kaum etwas gespürt. Auf unserem Marktplatz befinden sich 4.800 Angebots-URLs, davon hat sich bei nicht einmal 1 % der PageRank geringfügig verschlechtert.
Bei den URLs von Teliad seien also weniger als ein Prozent von einer PageRank-Minderung betroffen, nun schauen wir uns unsere Ergebnisse an.
Nach einer Filterung verblieben 3099 URLs aus unserer Datenbank, für welche wir die PageRank-Werte vergleichen konnten.
Das Ergebnis: Lediglich 3,1% der Dokumente haben tatsächlich an PageRank eingebüßt, das entspricht 96 Datensätzen. Demnach etwas mehr als bei der Analyse von Teliad, aber unsere Daten sind ja auch über mehrere Anbieter gestreut.
Das Risiko des PR-Verlustes aufgrund von Linkverkauf ist nach unseren Ergebnissen somit als gering einzuschätzen.












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15. Oktober 2007 um 23:51
Im Gegenzug wäre es auch interessant zu wissen, wieviel Prozent der Dokumente im gleichen Zeitraum an Pagerank gewonnen haben. Eine gewisse Fluktuation ist ja auch zu erwarten.
16. Oktober 2007 um 12:07
Ich glaube auch das eine “Abstrafung” eher geringfügig stattfindet …danke auf jeden Fall für den Report
16. Oktober 2007 um 17:02
Stimme rackoon zu, dass man dazu auch die gestiegenen PR’s sehen muss und zusätzlich auch das Alter der Sites beim Linkverkauf. Außerdem wäre in diesem Zusammenhang auch interessant, wieviele neue Sites dazugekommen sind bzw. von PR0 auf PRx gestiegen sind. Eine Inflation der Sites (vor allem Blogs) sorgt auch automatisch dafür, dass die Relevanz einer durchschnittlichen Site sinken muss - wenn alle PR10 haben macht es keinen Sinn mehr.
17. Oktober 2007 um 16:07
@rackoon
bezüglich einer Verbesserung des PageRank: wir konnten keine feststellen.
@Olaf
Es handelte sich anscheinend auch nicht um ein reguläres PR-Update, sondern eher um eine Anpassung eines Ausschnitts der PageRank-Daten.
23. Oktober 2007 um 16:23
[…] … Als Hintergrundinfo sei auf die Welle von Blog-Artikeln (hier, hier, hier, hier oder auch hier) verwiesen, welche seit Anfang Oktober auch durch die deutschsprachige Blogosphaere schwappt. Eine […]
24. Oktober 2007 um 21:00
Ja Mensch, da habe ich ja schon 2 mal zu den 3,1 % gehört. Also solche Statistiken sind Mist, Google scheint sogar bei manuell eingebunden Links (3 Stück) das Gefühl vom Linkverkauf gehabt zu haben und das PR gesenkt!